Gastland 2026: Hongkong

Wussten Sie?

Blick auf Hongkongs Skyline am Victoria Harbour

Hongkong, Asia’s World City an der chinesischen Südküste, lebt von Kontrasten. Rund sieben Millionen Einwohner nennen die Stadt ihr Zuhause. In jahrhundertalten Stadtteilen wie Old Town Central oder Sham Shui Po werden die Gegensätze aus östlichem Brauchtum und westlichem Lebensstil ganz bewusst gelebt und gepflegt.

Die unterschiedlichen kulturellen Einflüsse der Vergangenheit prägen Hongkong dabei bis heute. Gigantische Wolkenkratzer umrahmen weihrauchumnebelte Tempel, futuristische Einkaufszentren liegen neben quirligen Straßenmärkten und rätselhafte Esoterik trifft auf disziplinierten Geschäftssinn. Genauso vielfältig wie Hongkongs lebendige Kultur sind die Geschmackserlebnisse. Mit mehr als 15.000 Restaurants besitzt die Stadt eine der höchsten Restaurantdichten der Welt – dabei reicht das Angebot von der einfachen Garküche bis hin zum Drei-Sterne-Gourmettempel.

Aber Hongkong hat noch eine andere Seite – nur wenige Minuten jenseits der weltberühmten Skyline wird es grün. Rund 40 Prozent der Hongkonger Fläche stehen unter Naturschutz. In den New Territories und auf den rund 240 Inseln erstreckt sich ein Hunderte Kilometer langes Wander- und Radnetz. Einsame Buchten und Strände, Bergdörfchen, in denen die Zeit stehen geblieben scheint, und sogar ein UNESCO Geopark gehören genauso zu Hongkong wie die glitzernden Wolkenkratzer rund um den berühmten Victoria Harbour.

REISETIPPS

Natur pur: Hongkongs überraschend grüne Seite

Felsküste im Hong Kong UNESCO Global Geopark

Selbst die Hongkonger sind oft von der grünen Seite ihrer Mega-Metropole überrascht: Das Stadtgebiet besteht zu zwei Dritteln aus unbebauter Fläche – 40 Prozent davon stehen unter Naturschutz. Rund 240 Inseln gehören zu der Sonderverwaltungszone, viele davon unbewohnt. Am besten entdecken lässt sich das grüne Hongkong auf den unzähligen Wander- und Radrouten. Hunderte Kilometer Wege ziehen sich durch Moor- und Flusslandschaften, urige Eukalyptuswälder und Bambushaine hinauf zu grünen Berghängen mit Blick auf das Meer. Badefans und Wassersportler finden in Hongkong mehr als 40 Strände, von denen viele nur zu Fuß oder per Boot erreichbar sind.

Bis auf 957 Meter Höhe steigt der Tai Mo Shan, der höchste Berg im Herzen der New Territories, empor. Von hier erschließt sich ein 360 Grad Panoramablick bis weit aufs chinesische Festland.

Rund 20 Kilometer östlich eröffnet sich im UNESCO Global Geopark von Sai Kung eine andere Welt. Viele kleine Inseln mit einsamen Sandstränden und grünen Hügeln ragen aus dem türkisblauen Meer. Sie verbergen die geschichtsträchtigen Hinterlassenschaften der Hakka-Siedler, die bereits vor langer Zeit dem Ruf der Großstadt folgten. Die Inseln sind geologisch interessante Zeitzeugen von Vulkanismus und Erosion.

Ein Ausflug nach Lantau, Hongkongs größter Insel, darf bei keinem Hongkong-Besuch fehlen. Berühmteste Sehenswürdigkeit ist die Tian Tan Buddha-Statue und das zugehörige Kloster Po Lin. In unmittelbarer Nachbarschaft liegt auch der Wisdom Path und das Stelzendorf Tai O.

Noch gemächlicher geht es auf Lamma Island zu. Die durch Fischfang geprägte Insel ist nicht nur für seine hervorragende Seafood-Küche bekannt, sondern auch für seine zahlreichen Wanderwege, Mountainbike-Trails und Strände.

Ein Katzensprung von der Hektik Hongkongs entfernt ist der Dragon’s Back Wanderweg auf Hong Kong Island. Viele weitere Wanderwege, darunter auch der über 100 Kilometer lange MacLehose Trail, führen Hongkongs Bewohner und Besucher in eine andere Welt: fernab und doch ganz nah der Großstadt.

Tradition trifft auf Moderne

Traditioneller Tempel mit steinernem Wächterlöwen

Weihrauchumnebelte Tempel zwischen spiegelnden Wolkenkratzern, futuristische Einkaufszentren neben quirligen Straßenmärkten und rätselhafte Esoterik mit diszipliniertem Geschäftssinn: In kaum einer anderen Metropole treffen Gegensätze so unmittelbar aufeinander wie in Hongkong. Hier existieren östliches Brauchtum und westlicher Lebensstil Seite an Seite und vermischen sich tagtäglich neu zu einer niemals stillstehenden, lebendigen Kultur. Die unterschiedlichen Einflüsse aus Großbritannien und China prägen das Stadtbild und seine Bewohner bis heute.

Vor allem viele chinesische Bräuche und Traditionen überdauerten die 2.000 Jahre alte Geschichte Hongkongs. So verwundert es nicht, dass in Hongkongs chinesischen Apotheken alternative Heilmittel wie getrocknete Wurzeln oder geheimnisvolle Kräutertinkturen zu kaufen sind. Die traditionelle chinesische Medizin ist nach wie vor fester Bestandteil der Gesellschaft.

Ebenso gehört die uralte chinesische Feng Shui Lehre untrennbar zu Hongkong. Viele Bewohner glauben, dass gutes Feng Shui Wohlstand anzieht und vor Pech schützt. Nicht nur Hongkongs Wolkenkratzer folgen den strengen Richtlinien. Die gesamte Stadt, so heißt es, besitzt dank ihrer außergewöhnlichen geografischen Lage ein hervorragendes Feng Shui.

In den frühen Morgenstunden suchen in den vielen Grünanlagen der Stadt gestresste Manager genau wie bewegungsfreudige Senioren ihre innere und äußere Balance beim Tai Chi. Der Andrang in den vielen buddhistischen und taoistischen Tempeln ist groß und altertümliche Rituale wie die Ahnenverehrung oder das Petty Person Beating haben einen wichtigen Platz in der Gesellschaft. Bei letzterem verteilen ältere Damen im Auftrag ihrer Kunden symbolisch Schläge an gemeine Personen – dafür schneiden sie einen Papiertiger aus und drangsalieren diesen mit ihrem Schuh.

Von Street Food zu Fine Dining

Hongkong ist ein kulinarischer Schmelztiegel, in dem nicht nur chinesische, sondern auch europäische Einflüsse ihre Spuren hinterlassen haben. Mehr als 15.000 Restaurants buhlen um die Gunst hungriger Gäste. Darunter viele Dai Pai Dongs (Garküchen) und Cha Chan Tengs, die chinesische Variante der Fast Food Restaurants, die bereits oft seit Generationen Passanten mit ihren schnellen Köstlichkeiten versorgen. Auch moderne Street Food Märkte haben sich in den letzten Jahren in Hongkong etabliert.

Ein Großteil der Hongkonger Küchen kocht kantonesisch, wo typische Gerichte mit frischen Zutaten im Wok zubereitet und anschließend mit Reis serviert werden. Die Grundlage bilden kurz gebratene und gedünstete Speisen, in denen Geschmack und Nährstoffe der frischen Zutaten weitestgehend erhalten bleiben. Besonders beliebt sind Dim Sums, kleine gefüllte Teigtaschen, die in Hongkong an jeder Straßenecke angeboten werden – mehr als 2.000 verschiedene Variationen soll es geben. Süßigkeiten und Nachtische sind häufig Mischungen chinesischer und südostasiatischer Aromen. Besonders beliebt sind auch Egg Bubble Waffles, die in Hongkong im Straßenverkauf angeboten werden.

Dank der vielen internationalen Einflüsse und experimentierfreudiger Gäste zieht die Stadt Köche aus aller Welt an und es hat sich eine Sterneküche auf höchstem Niveau entwickelt. Mit derzeit 77 Restaurants bietet Hongkong auch anspruchsvollen Gaumen eine große Auswahl ausgezeichneter Restaurants. Hongkong gilt deshalb zu Recht als „kulinarische Hauptstadt“ Asiens.

Für Besucher, die sich durch das kulinarische Angebot Hongkongs schmecken möchten, empfiehlt sich ein Besuch im Herbst, in denen zahlreiche Events rund um das Thema Essen und Trinken stattfinden. Ende Oktober lädt das dreitägige Wine & Dine Festival vom 29. Oktober bis 1. November ein. Hier noch zwei heisse Tipps für Nachtschwärmer: Bar Leone wurde zur weltbesten Bar gekürt und die Ozone Bar ist die höchste Bar der Welt.

Ganz schön kreativ

Die Kunstszene Hongkongs spiegelt die bewegte, facettenreiche Vergangenheit der Megametropole wider, erlaubt einen Blick in die Gedankenwelt und den Schaffungsprozess zeitgenössischer Künstler und zeigt deutlich, dass sie die Zukunft richtungsweisend auf globaler Ebene mitbestimmt.

Mehr als 2.000 Jahre chinesische Geschichte und 155 Jahre unter britischer Krone haben sämtliche künstlerische Richtungen und Entwicklungen, vom historischen Museum bis hin zur modernen Street Art, wesentlich geprägt. Auch Hongkongs Rolle als Handelsmetropole beeinflusst die Vielfalt der kreativen Szene: Hongkongs Hafen ist Ostasiens Tor zur Welt und der Schlüssel für den Austausch einheimischer und internationaler Künstler. Daher überrascht es nicht, dass Hongkong 2013 nach Basel und Miami Beach als dritter Standort für die Kunstmesse Art Basel in Südostasien ausgewählt wurde. Dabei zieht die Metropole nicht nur internationale Kunsthändler und -sammler nach Hongkong, auch Kreative aus aller Welt sind von der Dynamik der Stadt fasziniert und lassen sich – als Künstler, Galeristen oder Förderer von Stipendienprogrammen – in der Millionenstadt nieder.

Die Bedeutung von Hongkongs Art Scene geht weit über die Grenzen des klassischen Kunstbegriffes hinaus. Neben Museen, Galerien und Kulturstätten widmen sich ganze Viertel wie der neue West Kowloon Cultural District dem Thema intensiv. Zudem verleihen Street Art Künstler dem Stadtbild ein einzigartiges Gesicht, Festivals und Events sind nicht nur, aber auch Teil des Hongkong Arts Month und die vielfältige Kulisse der Metropole bietet spannende Schauplätze für Filme und Bücher.

Traditionelle Feste und Bräuche

Könnte man als Reisender ein ganzes Jahr in Hongkong verweilen, wären alle Monate gefüllt von faszinierenden Erlebnissen und neuem Wissen über Bräuche, die zum Teil Jahrtausende zurückreichen. Weshalb landen Orangen an Baumstämmen, warum wird der Mond ganz bewusst mit Familienmitgliedern und Freunden bewundert, was hat es mit dem Aufhängen tausender Laternen auf sich und wie kümmern sich die Bewohner um ihre verstorbenen Vorfahren?

Januar/Februar: Ein neuer Mondzyklus – das chinesische Neujahrsfest

Ganz unterschiedliche Bräuche erleben Besucher beim Chinese New Year. Ganz ohne Zeitdruck, weil sich die Feierlichkeiten über mehrere Tage hinziehen. Wann dieser Festivitäten-Marathon beginnt, hängt vom Neumondverlauf ab.

Am Vortag des Neujahrestages hat der Besuch eines Blumenmarktes große Tradition: Kirschblüten sollen beispielsweise Glück in der Liebe bringen, Lilien stehen für Reichtum.

Am Neujahrstag besteigen viele Hongkonger einen ihrer nahegelegenen Berge oder steigen zur Buddha-Statue auf, da Aufsteigen Fortschritt im Leben symbolisiert. Abends wird im Kowlooner Stadtteil Tsim Sha Tsui mit einer farbenfrohen Parade auf der Straße bis in die frühen Morgenstunden des nächsten Tages gefeiert.

Am ersten Tag nach Neujahr zieht es viele Hongkonger in die sogenannten New Territories nach Lam Tsuen in Tai Po, um eine Dorftradition nachzuahmen. Versehen mit einem Wunschzettel werfen Hongkonger Orangen in Bäume - je höher die Orange im Baum hängen bleibt, desto höher sollen die Chancen sein, dass der Wunsch wahr wird.

Auch abends geht es um das künftige Glück, wenn beim Feuerwerk am Victoria Harbour glücksbringende Symbole und Bilder mit Pyrotechnik in den Himmel gezeichnet werden.

Am zweiten Neujahrstag zollen viele Hongkonger bei einem Tempel-Besuch ihrem Glauben Tribut. Im Che Kung Temple in Tai Wai beispielsweise soll das Drehen der Kupfer-Windmühle Glück für das neue Jahr bringen. Auch auf der Rennbahn Sha Tin sind viele Hongkonger anzutreffen. Beim Neujahrsrennen dabei zu sein, ist eine weitere Tradition und kann bei gutem Pferdeverstand gleich im neuen Jahr Geldsegen bringen.

Februar: Romantik beim Frühlingslaternenfest

Der Valentinstag wird in Hong Kong gleich zwei Mal gefeiert. So steht nicht nur der 14. Februar sondern auch der letzte Tag der Chinesischen Neujahrsfeierlichkeiten als Tag der Liebenden im Kalender. Romantische Dekorationen mit farbenfrohen Laternen schmücken die Parks und Straßen und riesige Blumenmärkte offerieren ihre Waren.

April: Opferdarbietungen auf Friedhöfen beim Ching Ming Festival

Das Ching Ming Festival spielt sich vor allem auf Hongkongs Friedhöfen ab. Der Ansturm ist so groß, dass öffentliche Verkehrsbetriebe sogar Sonderfahrten anbieten. Die wortwörtliche Übersetzung von Ching Ming bedeutet "sauber und glänzend" und tatsächlich werden die Gräber der Vorfahren an diesem Tag auf Hochglanz gebracht. Inschriften werden ausgebessert, Essen als Opfergabe dargebracht und Räucherstäbchen angezündet - all dies geschieht im Gedenken an die Ahnen. Während dem Fest werden verschiedenste Opfergaben aus Papier verbrannt und gelangen dem Glauben nach durch das Feuer in das Reich der Verstorbenen. Dort sollen sie den Ahnen ein angenehmes Leben ermöglichen. Die Gaben reichen von falschen Geldscheinen über Papierimitationen von Mobiltelefonen, Laptops, Kühlschränken bis hin zu Klimaanlagen und Luxusautos.

Mai: Buddhas Geburtstagswoche

Der Geburtstag des Buddhismus-Begründers - Siddhartha Gautama - wird in Hongkong eine Woche lang gefeiert. Das bekannteste Ritual ist der sogenannte Badende Buddha, wenn Anhänger zur Reinigung ihres Seelenheils kleine Buddha-Statuen ins Wasser tauchen. Ebenfalls einen Selbstversuch wert: Von den grünen Keksen probieren. Diese sind bitter und sollen so daran erinnern, dass harte Arbeit im Leben belohnt wird.

Mai: Farbenprächtige Parade zu Ehren eines Schutzpatrons

In Hongkongs Entwicklung spielte der Fischfang eine wichtige Rolle. Und so blickten Fischer und Seeleute während der Yuan Dynastie (1206 bis 1368) zu einem Mann auf, der der Legende nach das Wetter vorhersagen und sogar Kranke heilen konnte. An den Geburtstag dieses Schutzpatrons - Tam Kung - wird jährlich mit einer spektakulären Löwen- und Drachenparade in Shau Kei Wan erinnert.

Mai: Das Brötchen-Festival zählt zu den merkwürdigsten Festen weltweit

Lesern des englischen Time Magazines kommt das bekannt vor: Die Redakteure zählten das Bun (übersetzt Brötchen) Festival in Cheung Chau zu den zehn merkwürdigsten Festen weltweit. Schaulustige pilgern zwischen dem fünften und neunten Tag des vierten Mondmonats auf die Insel Cheung Chau, um die riesigen Pappmaché-Puppen der Piu Sik Parade zu bestaunen. Die Figuren wurden in früheren Zeiten als Opfergabe gebaut, um eine Pestepidemie zu beenden. Die Tradition der Pappmaché-Puppen blieb. Und auch ein Brötchen-Back-Marathon. Bäcker sollen zehntausende Brötchen hergestellt haben, die die Krankheit ebenfalls vertreiben sollten. Heute kommen die Backwaren in einem erheiternden Wettbewerb zum Einsatz. Wagemutige klettern einen 14 Meter hohen Bambuspfahl hinauf, um möglichst viele dort befestigte Brötchen-Attrappen einzusammeln.

Juni: Farbenfrohes Drachenboot-Festival im Victoria Harbour

Das Drachenbootrennen in Hongkong zählt weltweit begeisterte tausende Fans. Hinter dem Fest soll das Schicksal des Dichters Qu Yuan stehen, der sich 278 vor Christus aufgrund eines Unrechts selbst im Fluss ertränkt haben soll. Heute sehen Zuschauer rund 5.000 kostümierten Paddlern zu. Essensstände und Veranstaltungen sorgen für eine ausgelassene Stimmung. Was nicht fehlt, ist die Fortführung von Traditionen: Schon Anhänger des Dichters sollen Reisklößchen in den Fluss geworfen haben, damit die Fische die Leiche von Qu Yuan verschonten. Diese Tradition wird gewahrt.

August/September: Das Fest des hungrigen Geistes

Ahnenkult steht hinter dem sogenannten Hungry Ghost Festival. Eines der interessantesten Spektakel ist das Verbrennen von Falschgeld und anderen Opfergaben vor dem Hintergrund, dass die Ahnen diese Dinge im Jenseits verwenden könnten. Nach der traditionellen chinesischen Vorstellung streifen ruhelose Geister im siebten Monat des Mondkalenders auf der Erde umher. Viele Chinesen sind bemüht, durch die Ehrung ihrer eigenen Vorfahren diese durchreisenden Geister zu besänftigen. Das Fest wird seit über 100 Jahren gefeiert und ist Teil von Chinas immateriellem Kulturerbe.

September/Oktober: Tai Hang Feuerdrache soll für Glück sorgen

Auch bei dem Brauch beim Feuerdrachen-Tanz geht es um das Glück, das Menschen sich wünschen. Wer über das Dorf Tai Hang liest, erfährt, dass mutige Dorfbewohner 1880 mit einem selbst aufgeführten Drachentanz die damals herrschende Pechsträhne besiegten. Dem zu Ehren wird noch heute die Tradition fortgeführt: 300 Freiwillige tragen einen 70 Meter langen, mit Räucherstäbchen bestückten Drachen. Die Gedenkperformance schlängelt sich dann an drei mondbeschienenen Tagen in Feuer, Rauch und festlichem Zorn durch die Seitenstraßen von Tai Hang auf Hong Kong Island.

Oktober: Beim Mondfest geht es um den Wunsch nach einem glücklichen Leben

Das Mondfest (im chinesischen Mittelherbstfest) ist nach Neujahr die bedeutsamste Zeit für Hongkonger. Wenn am 15. Tag des achten Mondmonats der Mond besonders hell und voll scheint, nehmen sich die Einwohner der Metropole bewusst Zeit, um mit Familienmitgliedern und Freunden innezuhalten. Zusammen den Mond bewundern und so den Wunsch nach einem glücklichen Leben auszusprechen, steckt hinter diesem Ritual. Zur Tradition gehört auch der Genuss kleiner Mondkuchen, die traditionell mit Nüssen und Zucker gefüllt werden.

Gut zu wissen

Währung

In Hongkong zahlt man mit dem Hong Kong Dollar (HKD). Derzeit entsprechen circa zehn Hong Kong Dollar einem Schweizer Franken. Internationale Kreditkarten werden in größeren Hotels und Geschäften akzeptiert, auch das Abheben an Geldautomaten funktioniert in der Regel problemlos.

Einreisebestimmungen

Schweizer reisen bis zu 90 Tage visumsfrei nach Hongkong ein. Vorzulegen sind neben dem noch sechs Monate gültigen Reisepass ein Rück- oder Weiterflugticket sowie auf Nachfrage ausreichende Geldmittel für den Aufenthalt.

Anreise aus der Schweiz

Die Flugzeit nach Hongkong ab Europa beträgt circa elf Stunden, Direktflüge gibt es derzeit bei Cathay Pacific und SWISS. Der Airport Express verbindet in zwanzig Minuten den Flughafen mit der Innenstadt. Taxen und Busse stehen ebenfalls zur Verfügung.

Fortbewegung in Hongkong

Dank seiner kompakten Größe und einem der effizientesten Nahverkehrssysteme der Welt, erschließt sich Hongkong für Besucher besonders schnell und komfortabel. Straßenschilder sind in der Regel in Englisch und Chinesisch beschriftet. Mit einer Octopus Card lassen sich Fähren, U-Bahn (MTR), Bus und Tram einfach nutzen.

Klima und Reisezeit

Frühjahr

Hohe Luftfeuchtigkeit, Tagestemperaturen um die 20 Grad, kühle Nächte.

Sommer

Sehr hohe Luftfeuchtigkeit, Tagestemperaturen um die 30–35 Grad, sonnig mit gelegentlichen Schauern.

Herbst

Angenehme Temperaturen, viel Sonnenschein und angenehme Brise.

Winter

Tagestemperaturen um die 15 Grad und trockenes Klima.

Zahlencheck

7,5 Mio.

Einwohner

> 1.300

Wolkenkratzer

> 240

Inseln

1.104 km²

Gesamtfläche

> 8.000

Hochhäuser

> 70

Strände

> 15.000

Restaurants

40 %

der Fläche unter Naturschutz

> 2.000 Jahre

Geschichte

Im Web

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